Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein
Getränke-StartUp zu gründen?

Die Idee ist eher zu uns gekommen. Wir wollten ursprünglich eine Maracuja-Schorle machen. Das stellte sich aber als zu teuer, schwierig und instabil heraus.

Warum habt ihr euch für Münster als Standort entschieden?

Wir sind selbst eingefleischte Münsteraner. Viele junge Menschen wollen ja immer weg aus ihrer Heimatstadt, fühlen sich zu größeren Regionen oder Städten hingezogen. Das war bei uns aber nie der Fall. Im Gegenteil, wir fanden Münster immer weder zu groß, noch zu klein, sondern für alles was wir gern machen möchten, genau richtig. Nur eine Limonadenmarke, die gab es eben noch nicht in unserer Lieblingsstadt.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei euren Produkten?

Wir sind nicht die Typen, die einen persönlichen, regelmäßigen und individuellen Kampf gegen den Klimawandel in Form von Umweltverschmutzung jeglicher Art führen können. Wir wollten uns selbstständig machen und es war von vornherein klar, wenn wir das machen, dann versuchen wir das, was wir auf persönlicher Ebene nicht leisten können, in unserer Firmenphilosophie so weit es geht zu verankern. Und da es am Ende eine kola geworden ist, war klar, dass wir in diesem Bereich auf Nachhaltigkeit, Fair und Regional gehen können.

Welche externen oder internen Standards werden bei euch verfolgt im Gegensatz zu eher herkömmlichen Getränkeproduzenten?

Wir wollten kein fertiges Produkt kaufen – das ist im Getränkebereich sehr oft der Fall -, sondern selber entwickeln. Dafür nicht nur gute Inhaltstoffe verwenden, sondern vor allem ein sehr gutes Wasser. Das ist uns mit der Haaner Felsenquelle, unserem Abfüller in Haan, super gelungen. Aber auch im Wachstum, Umgang mit Partnern oder Kunden versuchen wir wenig mit Standard zu tun zu haben. Fast alle „Investoren“ haben wir bisher ausgeschlagen. Ich glaube mit all unseren Partnern sind wir per Du, kennen jeden persönlich. Und gegenüber unseren Konsumenten sind wir ebenfalls sehr sehr ehrlich. Seit fünfeinhalb Jahren sagen wir, dass wir aus Münster kommen und hier erstmal unsere Basic stärken wollen. Auch deshalb machten Investoren und Wachstum über die Stadtgrenze hinaus für unsere libasophie bisher keinen Sinn. Das wäre unglaubwürdig gewesen.

"Wir fanden Münster immer weder zu groß, noch zu klein, sondern für alles was wir gern machen möchten, genau richtig. Nur eine Limonadenmarke, die gab es eben noch nicht in unserer Lieblingsstadt."​

Wie seid ihr auf den Namen liba gekommen?

Das stammt von dem Adverb „lieber“ und wenn man es, ich sag mal „westfälisch“ ausspricht, dann geht schnell zwei „e’s“ und ein „r“ flöten. Und da bei uns irgendwann der Satz fiel „wir trinken doch lieber/liba kola aus Münster“, war der Name geboren.

Wie ist eure Prognose für die Zukunft der Lebensmittel-Industrie?

Wenn man sich in bestimmten Szenen in Münster, in Europa oder in der Welt bewegt, hat man das Gefühl es ist wahnsinnig viel in Bewegung. Man meint die ganze Welt denkt um, denkt nachhaltiger, denkt fairer und handelt auch so. Für dieses Denken und Handeln findet man problemlos viel Support und ein gutes Gefühl. Wenn man aber im Supermarkt an der Kasse steht und in die Einkaufswagen der Menschen schaut, fragt man sich schon, wie das mit dem Gefühl „es passiert so viel“ einhergeht. Wenn man sich dann noch vorstellt, mit diesem Einkaufswagen nicht in Münster, sondern beispielsweise in Texas zu stehen, dann ist es schwierig irgendeine Prognose für die Lebensmittel-Industrie abzugeben. Leider.

Was wünscht ihr euch für liba?

Wünschen ist eine schöne Sache! Da wir unsere magischen fünf Jahre, in denen wir nur in Münster bleiben wollten, mittlerweile überschritten haben, wünschen wir uns, dass liba außerhalb der Heimat ähnlich gut angenommen wird. Wir wünschen uns, dass nicht nur wir stolz auf liba sind. Sondern wir unsere Marke weiterhin gut und glaubwürdig führen, sodass irgendwann alle aus Münster stolz darauf sind, dass liba kola aus Münster kommt.

"Wir wünschen uns, dass nicht nur wir stolz auf liba sind. Sondern dass wir unsere Marke weiterhin gut und glaubwürdig führen, sodass irgendwann alle aus Münster stolz darauf sind, dass liba kola aus Münster kommt.

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